Ausgewählte Projektbeispiele

Wehrumbau an der Floecksmühle, Nette / Rheinland-Pfalz

Wehrumbau an der Floecksmühle, Nette / Rheinland-Pfalz
Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz ist bestrebt, die Nette in ihrem Zuständigkeitsgebiet wieder für die Aquafauna durchgängig zu gestalten, insbesondere auf Grund der Einstufung der Nette als diadromes Entwicklungsgewässer in Rheinland-Pfalz. Das (Schützen-)Wehr der Floecksmühle im Bereich der Gemeinde Ochtendung stellte ein für Fische und Makrozoobenthos unüberwindbares Hindernis dar. Diese Wehranlage diente zur Ableitung von Wasser in den rechtsseitigen Mühlgraben der Floecksmühle. Die Floecksmühle befand sich in energetischem Betrieb. Die Planung der nötigen Maßnahmen wurde bereits 2009 bis zur Einreichung des wasserrechtlichen Genehmigungsantrags durch den Consultant durchgeführt. Hierbei wurde auch ein ökologisch begründeter Mindestabfluss in der Ausleitungsstrecke der WKA mit Aufanhme von pessimalen Profilen und hydraulischer Berechnung ermittelt. Die LAWA-Methoden wurden nach Biotop-Abfluss-Ansatz und ökohydraulischem Ansatz verglichen.Auf Grund von Bedenken der Anwohner und Betreiber bzw. haushaltstechnischen Beschränkungen der Kreisverwaltung, wurde dieser Antrag allerdings nicht eingereicht.
2014 wurde in Auftrag der KV Mayen-Koblenz die Planung ab der LP 2 "Vorplanung" wieder aufgenommen. Ziel war es, die grundlegend überarbeiteten Anforderungen an Fischaufstiegsanlagen gemäß DWA-M 509 (Stand 2014) zu verwenden. Bereits ab der Vorplanung wurde auf Wunsch des AG nur eine einzige Bauform untersucht, mit der an anderen Standorten bereits gute Erfahrungen gesammelt wurden. Geplant wurde ein geteiltes Raugerinne mit mittig angelegtem Raugerinne mit Beckenstruktur und seitlichen rauen Rampen. Aus haushaltstechnischen Gründen wurde das Gerinne in zwei Abschnitte aufgeteilt. Hydraulisch handelte es sich aber um eine zusammenhängende Anlage mit einem mittig liegenden, langen Becken (=freie Fließstrecke).

Leistungen Ingenieurbüro Floecksmühle GmbH

  • Ingenieurbauwerke §43 HOAI (Ph. 2-8)
  • Örtliche Bauüberwachung
  • Endabnahme
  • Inbetriebnahme

Technische Daten

  • Anzahl Becken = 16, Anzahl Riegel = 17
  • Breite Becken = 2,50 m, Länge Becken = 3,80 m
  • Länge Anlage gesamt = ca. 100 m (inkl. freier Fließstrecke), Breite Anlage inkl. Rampen mind. ca. 7,00 m
  • Dh je Riegel = 0,137 m, Schlitzweite = 0,40 m (reduziert gegenüber DWA in Abstimmung mit Genehimgungsbehörde)
  • Dh FAA gesamt = ca. 2,34 m
  • Funktionsbereich FAA von Q30=0,369 m³/s bis Q330=3,91 m³/s
  • Ausbaudurchfluss WKA: QA=1,66 m³/s Ausbaufallhöhe WKA: HA=3,1 m

Kunde

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

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